2. Zentralschweizer Naturtagung

Programm und Zusammenfassungen

Ab 12.15 Uhr

Kaffee und Kuchen
Büchertisch und Informationen über Vögel sowie Naturförderung und -schutz
Von 9 bis 13 Uhr ist zudem die Bibliothek der Vogelwarte geöffnet

13.00 – 13.10 Uhr

Begrüssung
Matthias Kestenholz, Schweizerische Vogelwarte

13.10 – 13.50 Uhr

© Dominik Abt

Teichperlenkette: Wie schaffen wir gemeinsam erfolgreich und motiviert ökologische Infrastruktur?
Manfred Steffen, Präsident Verein Lebendiges Rottal und Vorstandsmitglied Verein Karpfen pur Natur
Von den Teichanlagen der Zisterziensermönche sowie den grossflächigen Feuchtgebieten wie Wässermatten, Mooren und Pfeifengraswiesen ist heute rund um Pfaffnau nur noch ein Flickenteppich geblieben. Mit dem Projekt «Teichperlenkette» werden auf verschiedenen Ebenen Impulse zur regionalen und landschaftlichen Entwicklung gegeben. Tragende Säulen des Projekts sind Artenförderung, Landschaftsentwicklung, Naturerlebnis, Bildung und Wertschöpfung. Wie schaffen wir es Impulse zu setzen, damit geschaffene Lebensräume erhalten bleiben, sich entwickeln und damit Ökosystemdienstleistungen erbringen können? Welche Aspekte machen grossräumige Förderprojekte möglich und erfolgreich? Ausgehend von diesem Projekt des Vereins «Karpfen pur Natur» werden Themen beleuchtet, die motivieren sollen im Grossen zu denken, im Kleinen unermüdlich dran zu blieben und so Wertvolles für eine ökologische Infrastruktur beizutragen.

13.50 – 14.10 Uhr

© Maria Jakober

Puzzleteile zum Auf- und Ausbau der ökologischen Infrastruktur im Kanton Luzern
Peter Ulmann, Abteilung Natur, Jagd und Fischerei, Dienststelle Landwirtschaft und Wald, Kanton Luzern
Der Auf- und Ausbau der Ökologischen Infrastruktur von der Ist- zur Soll-Situation läuft auf verschiedenen Themen und in ganz unterschiedlichen Massstäben. Die Aufgabe gleicht einem Puzzle, das als Generationenaufgabe Stück für Stück zusammengefügt werden muss, um Vielfalt und Ökosystemleistungen bestmöglich zu wahren. Es werden verschiedene Bausteine wie Kleintierdurchlässe, Gewässerräume, Wildtierkorridore, Moorrevitalisierungen, Siedlungsgrünräume, Wildrückzugsräume oder Waldnaturschutzgebiete als Aufgabenfelder des Kantons beleuchtet und am Beispiel der Wildtierkorridore vertieft.

14.10 – 14.30 Uhr

© Peter Gölz

Genetische Fingerabdrücke zeigen die Vernetzung der Schwyzer Auerhuhnvorkommen
Pierre Mollet, Schweizerische Vogelwarte Sempach
Das Auerhuhn galt bislang als wenig mobile Vogelart. Neuere Studien zeigen aber, dass die Mobilität dieser Art wesentlich grösser ist. Mit einer dieser Studien wollte man im Kanton Schwyz die Populationsgrösse möglichst genau schätzen. Genetische Fingerabdrücke, erstellt aus Kot, ermöglichen die zuverlässige Identifikation und Wiedererkennung einzelner Individuen. Findet man Kot desselben Individuums an verschiedenen Orten, lassen sich räumliche Bewegungen dokumentieren. Die Resultate aus dem Kanton Schwyz zeigen, (a) dass Auerhühner durchaus in der Lage sind, grössere Distanzen zurückzulegen, (b) dass sie das vermutlich wesentlich häufiger tun als früher angenommen, und (c) dass die Auerhuhnvorkommen im Kanton gut vernetzt sind.

14.30 – 14.50 Uhr

© Andreas Meyer

sorbus – eine Möglichkeit der regionalen Gehölzvermehrung
Silvana Dober, sorbus, und Alex Theiler, Theiler Landschaft GmbH
Sorbus ist eine Baumschule, die vorwiegend Sträucher vermehrt. Das Saatgut stammt aus autoch­thonen Beständen einerseits in den Voralpen, andererseits im Innerschweizer Mittelland. Es soll verringert werden, dass das Vermischen von Pflanzen mit unterschiedlicher Herkunft zur genetischen Nivellierung führt. Die genetische Vielfalt ist eine wichtige Säule der Biodiversität und geht in der Naturschutzpraxis gerne vergessen. Sie ist Voraussetzung, damit Lebewesen auf Veränderungen des Lebensraums, der Umwelteinflüsse oder Krankheiten reagieren können. Für Bestände und damit für die gesamte Art ist genetische Vielfalt deshalb überlebenswichtig. Wir stellen das Baumschulprojekt «sorbus – gehölze für die innerschweiz» vor, erläutern, was unsere Hoffnungen sind, welche Schwierigkeiten wir haben und wie wir die Qualität erhalten.

14.50 – 15.30 Uhr

Pause

15.30 – 15.50 Uhr

© Peter Trimming

Trockenmauer: Kulturelement mit Naturwerten
Thomas Ziegler, Amt für Raumentwicklung, Abteilung Natur und Landschaft, Kanton Uri
Trockenmauern sind Kulturelemente, die dank der guten Einpassung und der sanften Bauweise wertvolle Landschaftswerte darstellen. Trockenmauern dienen zahlreichen spezialisierten Pflanzen- und Tierarten als Lebensraum. Instand gestellte Trockenmauern machen Freude und stellen einzigartige Biotope dar, obwohl beim Bau von Trockenmauern keine naturschützerischen Werte im Vordergrund standen. Trockenmauern dienten als Abgrenzung und zur Sicherung von Hängen. Der Natur- und Landschaftswert von Trockenmauern sind für den Kanton Uri Grund genug, Anstrengungen bei deren Instandstellung zu fördern und zu unterstützen. Neben reinen Trockenmauern wird auch die Instandstellung traditioneller Mörtelmauern begünstigt. Neben Gemeinden, Kanton und Bund unterstützen auch diverse Stiftungen die Anstrengungen im Bereich der Erhaltung des alten Kulturgutes.

15.50 – 16.10 Uhr

© Albert Krebs

Quellen: Ein verkannter Lebensraum rückt in den Fokus
Miriam Peretti, Pro Natura Luzern
Orte, an denen kühles, reines Wasser aus dem Boden sprudelt, haben Menschen seit jeher fasziniert. Quellen fielen aber bei Behörden und Naturschutzorganisationen lange zwischen Stuhl und Bank. Niemand fühlte sich zuständig oder das Wissen über diesen Lebensraum fehlte. Dabei gehören Quellen zu den meistbedrohten Lebensräumen und beherbergen rund 100 spezialisierte Tierarten. Mit der 2018 gestarteten «Aktion Biber & Co.» möchte sich Pro Natura unter anderem für den Erhalt dieses wertvollen Lebensraums einsetzen. Natürliche Quellaustritte sollen geschützt und verbaute oder zerstörte Quellaustritte revitalisiert werden. 2019 konnte im Kanton Luzern ein erstes Pilotprojekt umgesetzt werden.

16.10 – 16.30 Uhr

© Nikalus Troxler

Gewässerräume: Chance oder Falle?
Christa Glauser, BirdLife Schweiz
Natürliche Gewässer und ihre Auen zählen zu den artenreichsten Lebensräumen. Ein Netz von natürlichen Gewässern bildet einen Teil der ökologischen Infrastruktur. Sind Gewässerräume und Auen entlang der Gewässer grosszügig ausgeschieden, sind sie auch Trittsteine und Vernetzungselement für zahlreiche andere Arten. Vor diesem Hintergrund lohnt es sich, den Gewässerräumen in der Naturförderung besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Ein Fokus wird auf die biologische Bedeutung und die Funktionen von Gewässerräumen gelegt. Gleichzeitig werden die rechtlichen Aspekte erläutert und aufgezeigt, wie Gewässerräume in der Nutzungsplanung einzubeziehen sind. Dabei steht im Zentrum, welche Rolle lokale Naturschutzvereine oder interessierte Personen bei der Festsetzung und Gestaltung übernehmen können.

16.30 – 16.50 Uhr

© B. Schmid

Schneesperling – das Leben als Hochgebirgsspezialist
Christian Schano, Schweizerische Vogelwarte Sempach
Als ausgesprochener Hochgebirgsspezialist lebt der Schneesperling ganzjährig oberhalb der Baumgrenze. Diese Spezialisierung stellt ihn allerdings vor allem wegen der rasanten Veränderungen unseres Klimas vor besondere Herausforderungen. In einer europaweit vernetzten Arbeitsgruppe untersuchen Forscherinnen und Forscher deshalb dessen Verbreitung und Anpassungen an das besondere Leben im Hochgebirge. Die spannenden Untersuchungen erlauben uns nicht nur, diese Charakterart der Gebirge Europas besser zu verstehen, sondern zeigen auch, was wir tun können, um dem Schneesperling zu helfen.

16.50 – 17.00 Uhr

Fazit und Schluss der Tagung
Matthias Kestenholz, Schweizerische Vogelwarte

Ab 17.00 Uhr

Apéro mit biodiversen Häppchen

Programm als PDF

Der Natur Zukunft schenken

Irgendwann verlieren sich unsere irdischen Spuren. Doch mit einem Legat an BirdLife Luzern können Sie mehr als vergängliche Spuren hinterlassen! © Christian Marti

Engagieren Sie sich über Ihre irdische Existenz hinaus für vielfältige Landschaften mit einer bunten Tier- und Pflanzenwelt. Wir beraten Sie gerne dazu.

Kontakt aufnehmen

Erbschaft, Legat und Testament

Geniessen Sie das vielstimmige Vogelkonzert an einem Frühlingsmorgen? Wandern Sie gerne über Trockenwiesen? Freuen Sie sich über die Rückkehr und bewundern Sie ihre enormen Leistungen auf dem Zug? Gemeinsam mit uns können Sie diese und andere Wunder der Natur für kommende Generationen erhalten – mit einem Testament.

Eine Erbschaft für die Natur – weshalb?

Wir wollen die Wunder der Natur für unsere Kinder und Enkel erhalten. BirdLife Luzern engagiert sich für den Schutz von Tieren, Pflanzen und ihren Lebensräumen. Wir bieten in Kursen und auf Exkursionen einer breiten Bevölkerung die Möglichkeit, die Zusammenhänge natürlichen Lebens zu erleben und zu verstehen. Sie können uns dabei unterstützen – mit Ihrem letzten Willen, dem Testament. BirdLife Luzern in Ihrem Nachlass zu berücksichtigen heisst, Ihr ökologisches Engagement über Ihre Lebenszeit fortsetzen.

Mit einem Testament schaffen Sie klare Verhältnisse. Sie bestimmen im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten, wem Sie wie viel von Ihrem Hab und Gut vermachen wollen. BirdLife Luzern ist von der Erbschafts- und Schenkungssteuer befreit. Der Wert Ihres Vermächtnisses fliesst somit ohne Abzüge in den Natur- und Umweltschutz.

BirdLife Luzern im Testament – drei Möglichkeiten

(1) Erbeinsetzung

An erster Stelle stehen Ihre Liebsten. Familienangehörige wie Ehepartner, Kinder und Eltern haben per Gesetz Anspruch auf einen Mindestanteil des Nachlasses. Frei verfügen können Sie über das Vermögen, das diesen Teil übersteigt. Dafür können Sie BirdLife Luzern als Miterben begünstigen. Falls keine pflichtteilsgeschützten Erben da sind, können Sie BirdLife Luzern sogar als Alleinerben einsetzen.

(2) Legat

Mit einem Legat oder Vermächtnis können Sie BirdLife Luzern mit einer Bar- oder Sachspende aus Ihrem Nachlass berücksichtigen. Dabei wird BirdLife Luzern nicht Erbe, sondern hat gegenüber den Erben Anspruch auf die vermachten Vermögenswerte. Auch beim Legat haben Ehepartner, Kinder und Eltern Anrecht auf einen Mindestteil des Nachlasses.

Mit dem Erlös aus Sachspenden wie einer Liegenschaft oder Antiquität arbeitet BirdLife Luzern für den Schutz von Natur und Umwelt.

(3) Begünstigung durch Versicherungen

Bei einigen Versicherungsarten können Sie die Begünstigung im Todesfall frei wählen. Sie können BirdLife Luzern als begünstigte Organisation einsetzen. Bitte erkundigen Sie sich direkt bei Ihrer Versicherung.

Ihr Kontakt:

Peter Knaus
Präsident BirdLife Luzern
Tel. 078 837 32 93
peter.knaus@birdlife-luzern.ch

 

 

So helfen wir Ihnen

Wir beraten Sie bei Ihrer Nachlassplanung

Gerne überprüfen wir Ihr Testament mit einer Fachperson auf formelle Richtigkeit und inhaltliche Korrektheit. Ein Testament muss handschriftlich niedergeschrieben werden, mit Datum und Unterschrift. Für einen Erbvertrag braucht es eine notarielle Beurkundung. Wenden Sie sich dafür an Ihr Notariat.

Wir helfen Ihnen gerne, die bestmögliche Lösung für Ihre Anliegen und Wünsche zu finden. Bestellen Sie telefonisch unseren kostenlosen Ratgeber oder verwenden Sie das Kontaktformular.

Bitte kontaktieren Sie uns, auch wenn Sie bereits entschieden haben, BirdLife Luzern zu berücksichtigen. Wir möchten Ihnen danken und Sie – falls einverstanden – zu Veranstaltungen von BirdLife Luzern einladen.

Wichtige Formulierungen

Mit diesen Formulierungen können Sie BirdLife Luzern begünstigen:

  • BirdLife Luzern als Miterben einsetzen: «Nach Ausrichtung aller Pflichtteile soll der restliche Nachlass wie folgt verteilt werden: 50 % an Robert Muller, 50 % an BirdLife Luzern.»
  • BirdLife Luzern als Alleinerben einsetzen: «Ich setze BirdLife Luzern als meinen Alleinerben meiner gesamten Hinterlassenschaft ein.» «Ich vermache mein gesamtes Vermögen BirdLife Luzern.»
  • BirdLife Luzern mit einem Legat berücksichtigen: «Aus meinem Nachlass sind folgende Vorabvermächtnisse auszurichten: BirdLife Luzern CHF 10’000.» «Meine Eigentumswohnung am Beispielweg in Musterwil vermache ich BirdLife Luzern.»
  • Testamentaktualisierung: Um Konflikte mit früheren Testamenten zu vermeiden (auch briefliche Versprechen fallen darunter), hat sich folgende Formulierung eingebürgert: «Meine bisherigen Verfügungen hebe ich auf.»

Weiterführende Informationen

 

Jahresberichte

Rauchschwalbe © Robert Hangartner

Eine Übersicht über die Aktivitäten von BirdLife Luzern geben die Jahresberichte:

Gerne stehen wir für weitere Auskünfte zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich dafür an den Präsidenten.

Stunde der Wintervögel

Häufig gestellte Fragen

Warum findet die «Stunde der Wintervögel» über mehrere Tage statt? Warum die Beschränkung auf Gärten und Parks? Wie fehleranfällig ist die Aktion? Was können uns die Ergebnisse sagen? Diese und weitere häufig gestellte Fragen finden Sie hier beantwortet.

Stieglitz © Marcel Ruppen

Warum findet die Stunde der Wintervögel an mehreren Tagen statt?
Wir haben ein langes Wochenende von Freitag bis Sonntag gewählt, damit möglichst viele Menschen teilnehmen und sich an einem dieser Tage für eine Stunde der Vogelbeobachtung widmen können.

Wer kann mitmachen?
Alle können mitmachen! Mit Ihrem persönlichen Zählergebnis helfen Sie, mehr über die Situation der heimischen Wintervögel zu erfahren und bekanntes Wissen über Wintervögel zu vertiefen. Es sind keine Vorkenntnisse nötig. Die häufigsten Arten in Garten und Parks haben wir mit Bildern vorgestellt; Sie können sich auch den Teilnahmeflyer herunterladen.
Der Fokus bei dieser «Volkszählung» der Vögel liegt auf der Zentralschweiz. Sie können aber auch anderswo in der Schweiz mitmachen – je mehr, desto besser!

Warum soll ich nur im Garten oder in einem Park zählen?
Die Beschränkung auf den Siedlungsbereich – also Gärten, Parks, Schulhäuser, Friedhöfe, aber auch Innenhöfe oder Balkone – entspricht der Schwesteraktion «Stunde der Gartenvögel» im Mai. Im Mittelpunkt beider Aktionen stehen die häufigeren Vögel rund um Haus und Garten. Damit die Ergebnisse auf Städte und Dörfer als eigene Lebensräume bezogen werden können, heisst das: Bitte wirklich nur dort und nicht im Wald oder in der Feldflur die Vögel zählen.
Der Luftraum zählt übrigens dazu. Ein Vogel muss sich nicht im Garten oder am Futterhäuschen niederlassen, es zählt auch, wenn er vorbei oder darüber fliegt.

Kann ich auch an mehreren Orten zählen?
Dem Engagement sind hier keine Grenzen gesetzt. Wer Zeit und Gelegenheit hat, im Laufe der drei Tage mehrfach zu zählen, kann das gerne tun. Wichtig ist, dass es sich um verschiedene Orte handelt – zum Beispiel zuerst am eigenen Haus, dann im entfernt gelegenen Schrebergarten – und dass jede Beobachtungsstunde getrennt gemeldet wird.

Während meiner Beobachtungsstunde habe ich weniger Vögel gesehen als üblich. Verfälscht das nicht die Ergebnisse?
Jede Zählung ist immer nur eine Momentaufnahme. Je mehr Menschen aber an der «Stunde der Wintervögel» teilnehmen, desto genauer werden die Ergebnisse. Abweichungen und auch einzelne Fehlbestimmungen werden auf diese Weise minimiert.

Was macht BirdLife Luzern mit den Ergebnissen?
Die Ergebnisse werden mehrmals täglich aktualisiert. Meldungen, die uns per E-Mail erreichen, werden zeitnah erfasst. Am Ende folgt eine Auswertung nach Vogelarten, Anzahl Meldungen und Beobachtungsorten.

Was sagt uns die «Stunde der Wintervögel»?
Ziel der Aktion ist es, ein möglichst genaues Bild von der winterlichen Vogelwelt in unseren Städten und Dörfern zu erhalten. Dabei geht es nicht um exakte Bestandszahlen der Vögel, sondern vielmehr darum, Häufigkeiten der Arten zu ermitteln.
Anders als bei der «Stunde der Gartenvögel», bei der es «nur» um die Brutvögel geht, lassen sich im Winter auch Erkenntnisse über Gäste gewinnen, die aus kälteren Regionen zu uns kommen. Zudem wird man über die Jahre sehen können, inwieweit sich Veränderungen im Auftreten ergeben.

Gibt es etwas zu gewinnen?
Mit etwas Glück gewinnen Sie einen attraktiven Preis. Unter den Teilnehmenden verlosen wir 3 Futtersäulen «Apollo», 3 Bestimmungsbücher «Vogels Vogelbuch» und 5 Familien-Eintritte ins Natur-Museum Luzern.

Stunde der Wintervögel

So einfach geht’s: Zählmethode

Die Amsel ist regelmässig in Gärten und Parks zu beobachten © Stefan Wassmer

Wählen Sie im Zählzeitraum der Stunde der Wintervögel einen Tag, an dem Sie eine Stunde lang die Vögel zählen. Sie können die Zählung am Fenster, im Garten, auf dem Balkon oder im Park durchführen. Suchen Sie sich dazu einen Platz, von wo aus Sie gut beobachten können.

Zählen Sie pro Vogelart jeweils die gleichzeitig gesichtete Höchstzahl; das vermeidet Doppelzählungen. Sollten Sie gar keinen Vogel sehen, ist auch diese Meldung wertvoll.

Stunde der Wintervögel

Die häufigsten Arten in Garten und Parks

Hier können Sie den Teilnahmeflyer mit einigen häufigen Wintervögeln für die Stunde der Wintervögel herunterladen.

 

Fotos: Marcel Burkhardt, Michael Gerber, Stefan Wassmer, Peter Rohrbeck

Stunde der Wintervögel

Vögel richtig füttern

Die Kohlmeise kommt gerne ans Futterhaus © Michael Gerber

Die Fütterung von Kleinvögeln wie Kohlmeisen oder Rotkehlchen ist besonders im Winter beliebt. Im Rahmen der Stunde der Wintervögel bieten Futterstellen eine gute Gelegenheit, Vögel aus der Nähe zu beobachten und ermöglichen schöne Naturerlebnisse.

Vögel, die in der Schweiz überwintern, sind an die hiesigen Wetterbedingungen und Temperaturen bestens angepasst. Rein von der Biologie her brauchen sie kein zusätzliches Futter. Allerdings machen Beobachtungen an der Futterstelle grosse Freude und die Nähe zu den Vögeln wird erlebbar. Massvolles füttern mit den Vögeln angepasstem Futter schadet ihnen nicht. Beachten Sie u.a. folgende Punkte:

  • Füttern Sie v.a. bei Dauerfrost, Eisregen oder einer geschlossenen Schneedecke.
  • Wählen Sie für die Körnerfresser – Meisen, Kleiber, Finken und Sperlinge – eine Mischung, die v.a. Sonnenblumenkernen und Hanfsamen enthält. Die Getreidekörner werden fast nur von Tauben und Sperlingen gefressen und müssen daher in der Mischung nicht enthalten sein, da sie liegen bleiben.
  • Insektenfresser – Amsel, Rotkehlchen und Star – mögen Haferflocken, zerhackte Baum- und Haselnüsse, Rosinen und Obst, das auch etwas angefault sein darf.
  • Bieten Sie das Futter an einer Futterstelle an, bei der sich die Vögel nicht hineinsetzen und ins Futter koten können. Damit verhindern Sie, dass Krankheiten einfach übertragen und verschleppt werden. Das Futter muss zudem trocken bleiben.

Weitere Informationen finden Sie auf dem Merkblatt von BirdLife Schweiz und der Vogelwarte Sempach.

Stunde der Wintervögel

Die grosse Vogelzählung: 10.–12. Januar 2020

Die Blaumeise ist ein häufiger Gast am Futterhäuschen und frisst z.B. Nüsse und Meisenringe © Frank Vassen

Erste Wintervogel-Zählung in der Zentralschweiz

Zum ersten Mal rief BirdLife Luzern dazu auf, die Vögel im Siedlungsgebiet – z.B. rund um die Futterstelle – im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen. Im Mittelpunkt standen die häufigsten und am weitesten verbreiteten Vogelarten wie Amseln, Spatzen, Finken und Meisen, die auch bei Schnee und Kälte bei uns ausharren.

Die Ergebnisse 2020 sind hier zusammengestellt. Die häufigste Art war der Haussperling vor Kohlmeise und Buchfink.

Die nächste «Stunde der Wintervögel» findet vom 8. bis 10. Januar 2021 statt.

Preise zu gewinnen

Unter allen erfassten Meldungen wurden tolle Preise verlost. Alle Gewinner wurden schriftlich verständigt.

  • 3 Futtersäulen «Apollo»: U. Koch, Ebikon; P. Stocker, Reiden; R. Winiger, Stansstad
  • 3 Bestimmungsbücher «Vogels Vogelbuch»: A. Baggenstos, Rothenburg; J. Fähndrich, Weggis; S. Vogel, Roggliswil
  • 5 Familien-Eintritte ins Natur-Museum Luzern: M. Ammann, Basel; U. Fischer Meister, Rheinau; C. Mamone, Hitzkirch; M. Stadelmann, Luzern; L. Sticher, Kriens

Zentralschweizer Naturtagung

Manchmal fehlen die Ideen für ein ökologisches Aufwertungsprojekt oder die Kenntnisse, wie eine Vision umgesetzt wird. Oder die Kontakte zu Menschen fehlen, die mithelfen können. An der Zentralschweizer Naturtagung sollen erfolgreiche Projekte allen Interessierten vorgestellt, Wissen geteilt und Kontakte gepflegt werden. In kurzen Beiträgen werden laufende Projekte im Natur- und Landschaftsschutz vorgestellt. Den Schwerpunkt dieses Jahr bilden die Themen ökologische Infrastruktur und Vernetzung.

Die 2. Zentralschweizer Naturtagung findet am Samstag, 24. Oktober 2020 von 13 bis 17 Uhr an der Vogelwarte Sempach statt, und zwar im roten Forschungsgebäude (Seerose 1, Saal Aquila).

Am selben Vormittag ist zudem die Bibliothek der Vogelwarte für Interessierte von 9 bis 13 Uhr geöffnet.

Schmetterlinge wie der Schwalbenschwanz sind attraktive Botschafter für bunte und vielfältige Lebensräume © Frank Vassen

Wir danken der Schweizerischen Vogelwarte, dass wir für den Anlass erneut die Räumlichkeiten in Sempach nutzen dürfen.

Veranstaltungspartner

 

Rückblick auf die 1. Zentralschweizer Naturtagung 2019

«Bördleif»-Vogelrally – Jeder Vogel zählt!

 

Die «Bördleif»-Vogelrally 2020 findet dieses Jahr wegen des Coronavirus nicht statt.

4. «Bördleif»-Vogelrally 2020: jetzt anmelden!

Wie viele Vogelarten entdecken Sie in 12 Stunden quer durch die Zentralschweiz? Zum vierten Mal organisiert BirdLifeLuzern am 28. März 2020 für Gross und Klein eine Vogelrally in den Kantonen Luzern, Nid- und Obwalden und Uri sowie im Kanton Schwyz im ganzen Rigi-Gipfelbereich (oberhalb von 1000 m ü.M.). Die Teams von 3–5 Personen können irgendwo in der Zentralschweiz starten. Ein neues Ziel dieses Jahr ist, dass wir eine Gesamtartenliste der beobachteten Vogelarten aller Teams erstellen. Dadurch verteilen sich die Teams besser und im Vordergrund steht nicht nur die längste Artenliste pro Team.

Neben Jugendlichen und Erwachsenen können auch Kinder teilnehmen. Für sie wird am Nachmittag eine begleitete, dreistündige Vogelpirsch am Rotsee organisiert. Ab 17.30 Uhr treffen wir uns in der Rotsee-Badi in Ebikon zur Auswertung, Rangverkündigung und vor allem zum Plaudern, Austauschen und gemütlichen Zusammensein!

«Bördleif»-Vogelrally 2017 © Micheal Schaad

Wann: Samstag, 28. März 2020 von 5 bis 17 Uhr
Wo: Start und Ende nach freier Wahl irgendwo in der Zentralschweiz, beobachtet werden kann in den Kantonen Luzern, Nid- und Obwalden und Uri sowie im Kanton Schwyz im ganzen Rigi-Gipfelbereich
Wer: Teams von 3–5 Personen, ab 13 bis 99 Jahren; Einzelpersonen können sich ebenfalls anmelden, wir unterbreiten dann einen Vorschlag für ein gemeinsames Team mit anderen Einzelpersonen
Wie: Die Beobachtungen werden in einer Artenliste festgehalten. Fortbewegung nur zu Fuss oder mit Velos und öffentlichen Verkehrsmitteln. Bitte beachten Sie die Regeln für die Teilnahme.
Ausrüstung: angepasste Kleidung, Verpflegung, Feldstecher, Fernrohr
Abschluss: Abgabe der Artenliste spätestens zwischen 17.30 und 18 Uhr in der Rotsee-Badi in Ebikon (Rotseeweg 21, gleich am Rotsee gelegen), anschliessend Siegerehrung und Preisverleihung. Die attraktiven Preise werden gesponsert von der Schweizerischen Vogelwarte Sempach.
Bei Fragen: peter.knaus@birdlife-luzern.ch oder 078 837 32 93 (Peter Knaus)
Anmeldung: Anmeldeformular (bis 21. März 2020)

 

Kinder-«Bördleif»-Vogelrally 2020 für Kids von 6–12 Jahren

Kinder-«Bördleif»-Vogelrally 2017 © Michael Schaad

Weisst du, wie viele Vogelarten du in 3 Stunden sehen kannst? Mach am 28. März 2020 an der Kinder-«Bördleif»-Vogelrally am Rotsee mit! Messe dich mit anderen Teams und zähle die Vogelarten, die dein Team in 3 Stunden entdecken kann. Dann trommle, wie ein Specht, deine Freunde, Nachbarskinder, Kinder aus dem Verein, Eltern usw. zusammen und melde dich an. Dich und deine Freunde erwarten tolle Preise.

Wann: Samstag, 28. März 2020 von 14 bis 17 Uhr
Wo: Start beim Ruderzentrum Luzern-Rotsee, Rotseestrasse 18, Luzern; Besammlung um 13.45 Uhr; Bus 1, Haltestelle Maihofmatte-Rotsee
Wer: Teams von 3–5 Kindern (Kindergarten und Primarschule); die Eltern dürfen dich bei der Vogelpirsch begleiten
Wie: Vor Ort werden den Kinderteams Bestimmungstafeln zum Eintragen der beobachteten Arten abgegeben; Fortbewegung nur zu Fuss; bitte beachte die Regeln für die Kinderteams.
Abschluss: Siegerehrung und Preisverleihung (ab 17.30 Uhr) in der Rotsee-Badi in Ebikon (Rotseeweg 21, gleich am Rotsee gelegen)
Bei Fragen: peter.knaus@birdlife-luzern.ch oder 078 837 32 93 (Peter Knaus)
Anmeldung: Anmeldeformular (bis 21. März 2020)

 

 

Rückblick auf die 3. «Bördleif»-Vogelrally 2019

Rückblick auf die 2. «Bördleif»-Vogelrally 2018

Rückblick auf die 1. «Bördleif»-Vogelrally 2017