Medienmitteilungen 2019

27. Dezember 2019: Welche Vögel sind noch da? Medienmitteilung zur «Stunde der Wintervögel» vom 10.–12. Januar 2020

Die farbenfrohen Stieglitze sind beliebte Besucher von Futterstellen in Gärten. (Foto: © Boomie/Pixabay)
Im Winter plustern die Vögel wie hier ein Rotkehlchen ihr Gefieder auf. Die Luft im Federkleid wirkt wie eine Wärmeisolation. (Foto: © Frank Vassen)

17. Dezember 2019: Wildlebende Vögel entdecken. Bericht zum Ornithologischen Grundkurs im Wiggertal im Zofinger Tagblatt

27. November 2019: Hochwasserschutzprojekt Reuss: Die Umweltverbände fordern grundsätzliche Überarbeitung. Medienmitteilung zur Einsprache gegen das Hochwasserschutz- und Renaturierungsprojekt Reuss

Eine zielgerichtete Renaturierung der Reuss mit einer gut überlegten Besucherlenkungen wäre ein wahrer Gewinn für die Natur und die Luzernerinnen und Luzerner. (Foto © Stefan Wassmer)

27. Oktober 2019: Naturtagung: gemeinsam für mehr Biodiversität. Medienmitteilung zur 1. Zentralschweizer Naturtagung

Zauneidechsen lieben Dornengebüsche, Hecken sowie Asthaufen. Solche Kleinstrukturen sind in gepflegten Landschaften von heute selten geworden. (Foto: © Pius Korner)
Angeregte Gespräche unter den Teilnehmenden der 1. Zentralschweizer Naturtagung. (Foto: © BirdLife Luzern)

2. Oktober 2019: Spieglein, Spieglein an der Wand, wer stimmt umweltfreundlich im Luzerner Land? Medienmitteilung zu den nationalen Wahlen am 20. Oktober 2019.

25. September 2019: Vogelzug: Naturphänomen der Superlative. Medienmitteilung zum EuroBirdwatch am 5. und 6. Oktober 2019

Der Alpensegler ist ein Zugvogel der Superlative: Er verbringt in Afrika im Winterhalbjahr 5 Monate in der Luft. Wenn er alle Gefahren auf den weiten Reisen meistert, kann er bis 26 Jahre alt werden. (Foto © S. Wassmer)
Die Bachstelze verbringt als Kurzstreckenzieher den Winter in Südeuropa. (Foto © S. Wassmer)

30. August 2019: Forderung der Naturschutzorganisationen an den Regierungsrat: Weg von schönen Worten zu wahren Taten

Klimawandel und Biodiversität gehören zusammen. Der Regierungsrat hat dies im heute kommunizierten Legislaturprogramm richtig als Megatrend erkannt. Ein konkretes Beispiel im Kanton Luzern ist die nahezu unbemerkte aber schnelle Zerstörung der Moore und Feuchtgebiete: Das Austrocknen und Trockenlegen setzt Treibhausgase frei und geht einher mit einem Verlust der Vielfalt an Tieren und Pflanzen. Die Naturschutzorganisationen BirdLife und WWF Luzern fordern, dass die breit kommunizierte Identifikation des Megatrends Klimawandel kein Lippenbekenntnis bleibt, sondern rasch und konsequent Taten folgen. Der jüngst – in der Vernehmlassung und aus politischer Motivation – zu einem Feigenblatt zurecht gestutzte Planungsbericht Biodiversität muss die einstige Kraft und Wirkung zurückerhalten. Das wäre ein erster, wichtiger und konkreter Schritt von schönen Worten zu wahren Taten. Die Zeichen der Zeit sind erst erkannt, wenn auch die entsprechenden Massnahmen folgen.

Moore sind charakteristische Luzerner Naturjuwelen und unverzichtbare CO2-Speicher. Foto: © Maria Jakober

14. August 2019: Dem Planungsbericht Biodiversität die Zähne gezogen – Medienbericht zum Vernehmlassungsbericht  Planungsbericht Biodiversität

Siedlungen bieten ein grosses Potenzial zur Förderung natürlicher Vielfalt: Beim Wydenhofschulhaus in Ebikon blühen einheimische Stauden in den Rabatten! © Martin Buchs

25. Juni 2019: Umweltverbände sagen Küng Adieu – Bericht in der Neuen Luzernerzeitung

12. Juni 2019: Klima Sondersession: Ja zum Planungsbericht und sofort handeln – Medienmitteilung zur Sondersession des Kantonsrats Luzern vom 24. Juni 2019

Schutz und Förderung von Arten und Lebensräumen ist ein Generationenprojekt. Bildung ist dabei ein Schlüsselfaktor. Wissen die Landwirte, was z.B. die Goldammer & Co. brauchen, ist der Weg zu Fördermassnahmen kürzer. Foto: © Marcel Burkhardt

20. Mai 2019: Vielfältige Luzerner Natur erleben und entdecken – Medienmitteilung zum Tag der offenen Türen im Naturlehrgebiet und dem Festival der Natur im Kanton Luzern

Der Neuntöter ist ein faszinierender Kulturlandvogel, der eine vielfältige Kulturlandschaft mit Dornenhecken braucht. Entdecken wir den farbenfrohen Neuntöter rund ums Naturlehrgebiet an der Morgenexkursion? Foto: © Marcel Burkhardt
Im Naturlehrgebiet finden Eidechsen und Schlangen ein wahres Paradies. Klein und Gross ent-decken die faszinierenden Bewohner in Asthaufen oder im Schilf. Für die Zauneidechse bauen wir gemeinsam einen grossen Steinhaufen. Foto: © Harald Cigler
Entdeckung Natur: Am Tag der offenen Tür im Naturlehrgebiet können Kinder und Erwachsene die Faszination vielfältiger Natur erleben. Foto: © Stefanie Pfefferli
Foto: © Stefanie Pfefferli

12. Mai 2019: Kinder-«Bördleif»-Vogelrally – kleine Ornithologen am Rotsee im Vogelfieber

Vor dem Start der Kinder-«Bördleif»-Vogelrally am Rotsee. Foto: © Barbara Trösch
An der Abschlussveranstaltung strahlten alle Teilnehmenden der dritten Kinder-«Bördleif»-Vogelrally. Foto: © Barbara Trösch
Der Kleiber wurde an der Kinder-«Bördleif»-Vogelrally am Rotsee von einigen Teams entdeckt. Foto: © Fritz Sigg

20. März 2019: Überdüngter Baldeggersee  –  Worten müssen Taten folgen. Medienmitteilung zur Phosphorbelastung im Baldeggersee

Medienmitteilungen 2018

28. Dezember 2018: «Kanton Luzern will 3 Millionen mehr zum Wohle der Natur ausgeben – und stösst auf Kritik». Bericht über den Entwurf Planungsbericht Biodiversität Kanton Luzern in der Luzerner Zeitung

17. Dezember 2018: Offener Brief an Regierungsrat R. Wyss: Die Naturschutzorganisationen sagen Nein zu den Reduktionsabsichten beim Natur-Museum Luzern

27. November 2018: Medienmitteilung – «Moore: Klimaschutz oder ‚Klima-Bombe‘? – Der Kantonsrat entscheidet!»

Moore sind charakteristische Luzerner Naturjuwelen und unverzichtbare CO2-Speicher. Foto: © Maria Jakober

20. November 2018: Medienmitteilung – «Mit Sense, Pickel und Motorsäge: Gemeinsam mehr Natur schaffen!»

Die Haselmaus quartiert sich gerne in Vogelnistkästen ein. Beim Putzen der Käste sind sie eine putzige Überraschung. Foto: © Björn Schulz
Die Naturschutzorganisationen bedanken sich bei Röbi Küng (Regierungsrat) für sein Engagement. Foto: © Dominik Abt
Mit Sense, Schaufel und Motorsäge gemeinsam mehr Natur schaffen. Moosputzete im Uffiker-Buchsermoos 2018. Foto: © Dominik Abt

27. September 2018: Medienmitteilung zum EuroBirdwatch 6.–7. Oktober 2018

Ringeltaube. Foto: © Michael Gerber

20. Juni 2018: Medienmitteilung «Nicht gut Kirschen essen!»

Das muss nicht sein! Ein Grünspecht verendete erbärmlich in einem Obstnetz. Foto: © Katharina Tränkle
Nicht genutzte Netzteile werden zusammengenommen und hoch geknotet. So sind sie keineFalle für Tiere. Foto: © Maria Jakober
Amseln fressen gerne reife Beeren und Obst. Neben Wildobst, wie dem Weissdorn auf demBild, naschen sie gerne Kirschen oder bedienen sich in Beerenkulturen. Foto: © Michael Gerber

22. Mai 2018: Medienmitteilung zur Projektlancierung «Blühen & Zwitschern in Dorf & Stadt»

Wie lange noch ein vertrautes Bild? Rauchschwalben sind wie über 80% der Vögel zwingend auf Insekten als Nahrungsgrundlage angewiesen. Die Insekten haben massiv abgenommen. Schaffen wir artenreiche, blühende Lebensräume damit es in unseren Luzerner Dörfern und rund herum summt und zwitschert. Foto: © Michael Gerber
Mehlschwalben können mit Nisthilfen sehr gut gefördert werden. Auch im Kanton Luzern sind diese sympathischen Mehlschwalbe: Flugkünstler unter Druck. Ihre Bestände haben stark abgenommen. Foto: © Michael Gerber

14. Mai 2018: Medienmitteilung zum Festival der Natur vom 24. bis 27. Mai 2018

Gelbrandkäfer sind typische Teichbewohner. Die guten Schwimmer können in den Aquarien der Ausstellung im Naturlehrgbiet aus nächster Nähe beobachtet werden. Foto: © Naturlehrgebiet
Welche Vögel leben an Teich und Bach? Im Naturlehrgebiet in Ettiswil können Kinder aus Draht Eisvögel, Wasseramseln und Enten basteln. Sie alle ernähren sich von Wasserlebewesen und sind deshalb auf artenreiche Gewässer angewiesen. Foto: © BirdLife Luzern

6. Mai 2018: Medienmitteilung zur zweiten Zentralschweizer «Bördleif»-Vogelrally

Vor dem Start der Kinder-«Bördleif»-Vogelrally am Rotsee. Foto: © BirdLife Luzern
An der Abschlussveranstaltung strahlten alle Teilnehmenden der zweiten Zentralschweizer «Bördleif»-Vogelrally. Foto: © BirdLife Luzern

18. März 2018: Medienmitteilung zur Hasen-Aktion Kantonsrat am 19. März 2018

Feldhasen sind unter Druck und können nur noch selten in unserer Kulturlandschaft beobachtet werden. Von Fördermassnahmen profitieren zahlreiche weitere Tiere und Pflanzen und unsere Landschaft wird lebendiger und vielfältiger. Dies ist auch ein Gewinn für uns Menschen. Foto: © Marcel Burkhardt

5. März 2018: Medienmitteilung zur zweiten «Bördleif»-Vogelrally am 5. Mai 2018

2017 waren 30 Kinder am Rotsee drei Stunden lang auf Vogelpirsch. Foto: © Michael Schaad/BirdLife Luzern
Vogelbeobachter an der letztjährigen «Bördleif»-Vogelrally in Aktion. Foto: © Michael Schaad/BirdLife Luzern
Jede Art zählt: Verbreitete Vogelarten wie diese Haubenmeise zählen bei der «Bördleif»-Vogelrally genauso viel wie seltenere Gäste. Foto: © Marcel Burkhardt

14. Februar 2018: Zofingertagblatt zu den Entwürfen Verfügungen Rost- und Nilgänse Kt. Luzern

12. Februar 2018: Bericht zur Surerevitalisierung auf naturschutz.ch

12. Februar 2018: Medienmitteilung zur Abstimmung über die Surerevitalisierung in Oberkirch am 4.3.2018

Die Wasseramsel kommt am Hofbach, einem Seitenbach der Sure, vor. Dank dem, dass stellenweise der Weg zurück versetzt wird und einzelne Störsteinen eingebaut werden, entstehen für sie auch im obersten Sureabschnitt geeignete und störungsärmere Lebensräume. Foto: © Marcel Burkhardt

10. Februar 2018: Neue Luzerner Zeitung zu den Entwürfen Verfügungen Rost- und Nilgänse Kt. Luzern

13. Januar 2018: Neue Luzerner Zeitung zum Entwurf Regulationsverfügung Höckerschwäne Hallwilersee.

2. Zentralschweizer Naturtagung

Referentinnen und Referenten

Michael Schaad, Schweizerische Vogelwarte

Mitarbeiter Marketing und Mediensprecher bei der Vogelwarte Sempach

 

 

 

Manfred Steffen, Präsident Verein Lebendiges Rottal und Vorstandsmitglied Verein Karpfen pur Natur

Dipl. Naturwissenschaftler ETH, Feldbiologe

Selbststständig, eigenes Ökobüro. Tätigkeit im Bereich praktischer Natur- und Landschaftsschutz: Inventare, Erfolgskontrollen, Schutz- und Pflegekonzepte, Lebensraumaufwertung und -neuschaffung für Artenförderung, Beratung Vernetzungsprojekte. Besonderes Interesse an historischen Landschaftsnutzungen und möglichen Weiterentwicklungen, Naturbeobachtung und -fotografie, Zeichnen und Malen.

Peter Ulmann, Abteilung Natur, Jagd und Fischerei, Dienststelle Landwirtschaft und Wald, Kanton Luzern

Dr. sc. nat. ETH, Biologe

Studienschwerpunkt und akademische Tätigkeit im Bereich der Fliessgewässer-Fischökologie. Selbstständige Tätigkeit mit Büro für Gewässerökologie. 1999 bis 2011 Leiter Amt für Fischerei und Jagd des Kantons Zug. 2012 bis 2015 Co-Leiter Amt für Wald und Wild des Kantons Zug. Seit 2016 Lawa-Abteilungsleiter Natur, Jagd und Fischerei.

Pierre Mollet, Schweizerische Vogelwarte Sempach

MSc, Spezialist für Raufusshühner und Waldschnepfe

Mitarbeiter in der Abteilung «Förderung der Vogelwelt». Verantwortlich für die Artenförderung von Auerhuhn, Haselhuhn und Waldschnepfe. Seit 1997 Verantwortlicher für das Auerhuhn-Schutzprojekt, Hauptautor des 2008 publizierten Auerhuhn-Aktionsplans Schweiz, ehemaliges Vorstandsmitglied im Schweizerischen Forstverein.

Silvana Dober, sorbus, und
Alex Theiler, Theiler Landschaft GmbH

Landschaftsarchitekten

Wir setzen uns bei unseren Mandaten intensiv mit der Gehölzpflanzung auseinander. Wir sehen, wie eine gute Bestockung viel Wissen und gutes Pflanzmaterial voraussetzt, um eine gute Qualität zu erreichen. In der Freizeit interessiert uns die Verbreitung der Baum- und Straucharten in der Innerschweiz.

Thomas Ziegler, Amt für Raumentwicklung, Abteilung Natur und Landschaft, Kanton Uri

Dipl. Ing.-Agr. ETH

Meine Tätigkeitsschwerpunkte umfassen: Vollzug der Schutzgebiete, landwirtschaftlicher Naturschutz (Vernetzungsprojekte, Naturschutzverträge), regionale Landschaftsentwicklungsprojekte (Meiental, Urnerboden, Göscheneralptal), Wildheuförderprogramm, Begleitung Grossprojekte und Erschliessungsprojekte, Vernehmlassungen zu Natur und Landschaftsthemen.

Miriam Peretti, Pro Natura Luzern

Umweltingenieurin

Als Landschaftsgärtnerin und Umweltingenieurin faszinieren mich vor allem die komplexen Zusammenhänge der Natur. Mit meiner Tätigkeit als Projektleiterin in einem Gewässerprojekt beschäftige ich mich mit einem Thema, das unterschiedlichste Begehrlichkeiten weckt. Dabei sehe ich mich in der Rolle die Interessen jener zu vertreten, die nicht die Möglichkeit haben, sich selber Gehör zu verschaffen.

Christa Glauser, BirdLife Schweiz

Historikerin

Seit Kindsbeinen im Naturschutz tätig, da der Vater schon Vogelschutzobmann war. Parallel zum Studium Start der Arbeiten bei BirdLife Schweiz, dort mittlerweile stv. Geschäftsführerin und zuständig für Wald, Siedlungsraum, Rechtsfragen, Besucherlenkung/Störungen etc. Sektionspräsidentin in Dietikon und Präsidentin der Ala-Reservatskommission.

Christian Schano, Schweizerische Vogelwarte Sempach

MSc Zoologie

Ursprünglich aus Wien, wohne ich seit 2018 in Luzern, um in meiner Doktorarbeit mehr über die Brutbiologie und die Populationsdynamik des Schneesperlings herauszufinden. Die Schwerpunkte meiner Arbeit liegen vor allem in der Untersuchung des Bruterfolgs. Abseits der Brutsaison beringe ich Schneesperlinge an Futterstellen.

2. Zentralschweizer Naturtagung

Programm und Zusammenfassungen

Ab 12.15 Uhr

Kaffee und Kuchen
Büchertisch und Informationen über Vögel sowie Naturförderung und -schutz
Von 9 bis 13 Uhr ist zudem die Bibliothek der Vogelwarte geöffnet

13.00 – 13.10 Uhr

Begrüssung
Matthias Kestenholz, Schweizerische Vogelwarte Sempach

13.10 – 13.50 Uhr

© Manfred Steffen

Teichperlenkette: Wie schaffen wir gemeinsam erfolgreich und motiviert ökologische Infrastruktur?
Manfred Steffen, Präsident Verein Lebendiges Rottal und Vorstandsmitglied Verein Karpfen pur Natur
Von den Teichanlagen der Zisterziensermönche sowie den grossflächigen Feuchtgebieten wie Wässermatten, Mooren und Pfeifengraswiesen ist heute rund um Pfaffnau nur noch ein Flickenteppich geblieben. Mit dem Projekt «Teichperlenkette» werden auf verschiedenen Ebenen Impulse zur regionalen und landschaftlichen Entwicklung gegeben. Tragende Säulen des Projekts sind Artenförderung, Landschaftsentwicklung, Naturerlebnis, Bildung und Wertschöpfung. Wie schaffen wir es Impulse zu setzen, damit geschaffene Lebensräume erhalten bleiben, sich entwickeln und damit Ökosystemdienstleistungen erbringen können? Welche Aspekte machen grossräumige Förderprojekte möglich und erfolgreich? Ausgehend von diesem Projekt des Vereins «Karpfen pur Natur» werden Themen beleuchtet, die motivieren sollen im Grossen zu denken, im Kleinen unermüdlich dran zu blieben und so Wertvolles für eine ökologische Infrastruktur beizutragen.

13.50 – 14.10 Uhr

© BirdLife Schweiz

Puzzleteile zum Auf- und Ausbau der ökologischen Infrastruktur im Kanton Luzern
Peter Ulmann, Abteilung Natur, Jagd und Fischerei, Dienststelle Landwirtschaft und Wald, Kanton Luzern
Der Auf- und Ausbau der Ökologischen Infrastruktur von der Ist- zur Soll-Situation läuft auf verschiedenen Themen und in ganz unterschiedlichen Massstäben. Die Aufgabe gleicht einem Puzzle, das als Generationenaufgabe Stück für Stück zusammengefügt werden muss, um Vielfalt und Ökosystemleistungen bestmöglich zu wahren. Es werden verschiedene Bausteine wie Kleintierdurchlässe, Gewässerräume, Wildtierkorridore, Moorrevitalisierungen, Siedlungsgrünräume, Wildrückzugsräume oder Waldnaturschutzgebiete als Aufgabenfelder des Kantons beleuchtet und am Beispiel der Wildtierkorridore vertieft.

14.10 – 14.30 Uhr

© Michael Gerber

Genetische Fingerabdrücke zeigen die Vernetzung der Schwyzer Auerhuhnvorkommen
Pierre Mollet, Schweizerische Vogelwarte Sempach
Das Auerhuhn galt bislang als wenig mobile Vogelart. Neuere Studien zeigen aber, dass die Mobilität dieser Art wesentlich grösser ist. Mit einer dieser Studien wollte man im Kanton Schwyz die Populationsgrösse möglichst genau schätzen. Genetische Fingerabdrücke, erstellt aus Kot, ermöglichen die zuverlässige Identifikation und Wiedererkennung einzelner Individuen. Findet man Kot desselben Individuums an verschiedenen Orten, lassen sich räumliche Bewegungen dokumentieren. Die Resultate aus dem Kanton Schwyz zeigen, (a) dass Auerhühner durchaus in der Lage sind, grössere Distanzen zurückzulegen, (b) dass sie das vermutlich wesentlich häufiger tun als früher angenommen, und (c) dass die Auerhuhnvorkommen im Kanton gut vernetzt sind.

14.30 – 14.50 Uhr

© Albert Krebs

sorbus – eine Möglichkeit der regionalen Gehölzvermehrung
Silvana Dober, sorbus, und Alex Theiler, Theiler Landschaft GmbH
Sorbus ist eine Baumschule, die vorwiegend Sträucher vermehrt. Das Saatgut stammt aus autoch­thonen Beständen einerseits in den Voralpen, andererseits im Innerschweizer Mittelland. Es soll verringert werden, dass das Vermischen von Pflanzen mit unterschiedlicher Herkunft zur genetischen Nivellierung führt. Die genetische Vielfalt ist eine wichtige Säule der Biodiversität und geht in der Naturschutzpraxis gerne vergessen. Sie ist Voraussetzung, damit Lebewesen auf Veränderungen des Lebensraums, der Umwelteinflüsse oder Krankheiten reagieren können. Für Bestände und damit für die gesamte Art ist genetische Vielfalt deshalb überlebenswichtig. Wir stellen das Baumschulprojekt «sorbus – gehölze für die innerschweiz» vor, erläutern, was unsere Hoffnungen sind, welche Schwierigkeiten wir haben und wie wir die Qualität erhalten.

14.50 – 15.30 Uhr

Pause

15.30 – 15.50 Uhr

© Albert Krebs

Trockenmauer: Kulturelement mit Naturwerten
Thomas Ziegler, Amt für Raumentwicklung, Abteilung Natur und Landschaft, Kanton Uri
Trockenmauern sind Kulturelemente, die dank der guten Einpassung und der sanften Bauweise wertvolle Landschaftswerte darstellen. Trockenmauern dienen zahlreichen spezialisierten Pflanzen- und Tierarten als Lebensraum. Instand gestellte Trockenmauern machen Freude und stellen einzigartige Biotope dar, obwohl beim Bau von Trockenmauern keine naturschützerischen Werte im Vordergrund standen. Trockenmauern dienten als Abgrenzung und zur Sicherung von Hängen. Der Natur- und Landschaftswert von Trockenmauern sind für den Kanton Uri Grund genug, Anstrengungen bei deren Instandstellung zu fördern und zu unterstützen. Neben reinen Trockenmauern wird auch die Instandstellung traditioneller Mörtelmauern begünstigt. Neben Gemeinden, Kanton und Bund unterstützen auch diverse Stiftungen die Anstrengungen im Bereich der Erhaltung des alten Kulturgutes.

15.50 – 16.10 Uhr

© Frank Vassen

Quellen: Ein verkannter Lebensraum rückt in den Fokus
Miriam Peretti, Pro Natura Luzern
Orte, an denen kühles, reines Wasser aus dem Boden sprudelt, haben Menschen seit jeher fasziniert. Quellen fielen aber bei Behörden und Naturschutzorganisationen lange zwischen Stuhl und Bank. Niemand fühlte sich zuständig oder das Wissen über diesen Lebensraum fehlte. Dabei gehören Quellen zu den meistbedrohten Lebensräumen und beherbergen rund 100 spezialisierte Tierarten. Mit der 2018 gestarteten «Aktion Biber & Co.» möchte sich Pro Natura unter anderem für den Erhalt dieses wertvollen Lebensraums einsetzen. Natürliche Quellaustritte sollen geschützt und verbaute oder zerstörte Quellaustritte revitalisiert werden. 2019 konnte im Kanton Luzern ein erstes Pilotprojekt umgesetzt werden.

16.10 – 16.30 Uhr

© Marcel Burkhardt

Gewässerräume: Chance oder Falle?
Christa Glauser, BirdLife Schweiz
Natürliche Gewässer und ihre Auen zählen zu den artenreichsten Lebensräumen. Ein Netz von natürlichen Gewässern bildet einen Teil der ökologischen Infrastruktur. Sind Gewässerräume und Auen entlang der Gewässer grosszügig ausgeschieden, sind sie auch Trittsteine und Vernetzungselement für zahlreiche andere Arten. Vor diesem Hintergrund lohnt es sich, den Gewässerräumen in der Naturförderung besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Ein Fokus wird auf die biologische Bedeutung und die Funktionen von Gewässerräumen gelegt. Gleichzeitig werden die rechtlichen Aspekte erläutert und aufgezeigt, wie Gewässerräume in der Nutzungsplanung einzubeziehen sind. Dabei steht im Zentrum, welche Rolle lokale Naturschutzvereine oder interessierte Personen bei der Festsetzung und Gestaltung übernehmen können.

16.30 – 16.50 Uhr

© Davide Scridel

Schneesperling – das Leben als Hochgebirgsspezialist
Christian Schano, Schweizerische Vogelwarte Sempach
Als ausgesprochener Hochgebirgsspezialist lebt der Schneesperling ganzjährig oberhalb der Baumgrenze. Diese Spezialisierung stellt ihn allerdings vor allem wegen der rasanten Veränderungen unseres Klimas vor besondere Herausforderungen. In einer europaweit vernetzten Arbeitsgruppe untersuchen Forscherinnen und Forscher deshalb dessen Verbreitung und Anpassungen an das besondere Leben im Hochgebirge. Die spannenden Untersuchungen erlauben uns nicht nur, diese Charakterart der Gebirge Europas besser zu verstehen, sondern zeigen auch, was wir tun können, um dem Schneesperling zu helfen.

16.50 – 17.00 Uhr

Fazit und Schluss der Tagung
Matthias Kestenholz, Schweizerische Vogelwarte Sempach

Ab 17.00 Uhr

Apéro mit biodiversen Häppchen

Programm als PDF

Der Natur Zukunft schenken

Irgendwann verlieren sich unsere irdischen Spuren. Doch mit einem Legat an BirdLife Luzern können Sie mehr als vergängliche Spuren hinterlassen! © Christian Marti

Engagieren Sie sich über Ihre irdische Existenz hinaus für vielfältige Landschaften mit einer bunten Tier- und Pflanzenwelt. Wir beraten Sie gerne dazu.

Kontakt aufnehmen

Erbschaft, Legat und Testament

Geniessen Sie das vielstimmige Vogelkonzert an einem Frühlingsmorgen? Wandern Sie gerne über Trockenwiesen? Freuen Sie sich über die Rückkehr und bewundern Sie ihre enormen Leistungen auf dem Zug? Gemeinsam mit uns können Sie diese und andere Wunder der Natur für kommende Generationen erhalten – mit einem Testament.

Eine Erbschaft für die Natur – weshalb?

Wir wollen die Wunder der Natur für unsere Kinder und Enkel erhalten. BirdLife Luzern engagiert sich für den Schutz von Tieren, Pflanzen und ihren Lebensräumen. Wir bieten in Kursen und auf Exkursionen einer breiten Bevölkerung die Möglichkeit, die Zusammenhänge natürlichen Lebens zu erleben und zu verstehen. Sie können uns dabei unterstützen – mit Ihrem letzten Willen, dem Testament. BirdLife Luzern in Ihrem Nachlass zu berücksichtigen heisst, Ihr ökologisches Engagement über Ihre Lebenszeit fortsetzen.

Mit einem Testament schaffen Sie klare Verhältnisse. Sie bestimmen im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten, wem Sie wie viel von Ihrem Hab und Gut vermachen wollen. BirdLife Luzern ist von der Erbschafts- und Schenkungssteuer befreit. Der Wert Ihres Vermächtnisses fliesst somit ohne Abzüge in den Natur- und Umweltschutz.

BirdLife Luzern im Testament – drei Möglichkeiten

(1) Erbeinsetzung

An erster Stelle stehen Ihre Liebsten. Familienangehörige wie Ehepartner, Kinder und Eltern haben per Gesetz Anspruch auf einen Mindestanteil des Nachlasses. Frei verfügen können Sie über das Vermögen, das diesen Teil übersteigt. Dafür können Sie BirdLife Luzern als Miterben begünstigen. Falls keine pflichtteilsgeschützten Erben da sind, können Sie BirdLife Luzern sogar als Alleinerben einsetzen.

(2) Legat

Mit einem Legat oder Vermächtnis können Sie BirdLife Luzern mit einer Bar- oder Sachspende aus Ihrem Nachlass berücksichtigen. Dabei wird BirdLife Luzern nicht Erbe, sondern hat gegenüber den Erben Anspruch auf die vermachten Vermögenswerte. Auch beim Legat haben Ehepartner, Kinder und Eltern Anrecht auf einen Mindestteil des Nachlasses.

Mit dem Erlös aus Sachspenden wie einer Liegenschaft oder Antiquität arbeitet BirdLife Luzern für den Schutz von Natur und Umwelt.

(3) Begünstigung durch Versicherungen

Bei einigen Versicherungsarten können Sie die Begünstigung im Todesfall frei wählen. Sie können BirdLife Luzern als begünstigte Organisation einsetzen. Bitte erkundigen Sie sich direkt bei Ihrer Versicherung.

Ihr Kontakt:

Peter Knaus
Präsident BirdLife Luzern
Tel. 078 837 32 93
peter.knaus@birdlife-luzern.ch

 

 

So helfen wir Ihnen

Wir beraten Sie bei Ihrer Nachlassplanung

Gerne überprüfen wir Ihr Testament mit einer Fachperson auf formelle Richtigkeit und inhaltliche Korrektheit. Ein Testament muss handschriftlich niedergeschrieben werden, mit Datum und Unterschrift. Für einen Erbvertrag braucht es eine notarielle Beurkundung. Wenden Sie sich dafür an Ihr Notariat.

Wir helfen Ihnen gerne, die bestmögliche Lösung für Ihre Anliegen und Wünsche zu finden. Bestellen Sie telefonisch unseren kostenlosen Ratgeber oder verwenden Sie das Kontaktformular.

Bitte kontaktieren Sie uns, auch wenn Sie bereits entschieden haben, BirdLife Luzern zu berücksichtigen. Wir möchten Ihnen danken und Sie – falls einverstanden – zu Veranstaltungen von BirdLife Luzern einladen.

Wichtige Formulierungen

Mit diesen Formulierungen können Sie BirdLife Luzern begünstigen:

  • BirdLife Luzern als Miterben einsetzen: «Nach Ausrichtung aller Pflichtteile soll der restliche Nachlass wie folgt verteilt werden: 50 % an Robert Muller, 50 % an BirdLife Luzern.»
  • BirdLife Luzern als Alleinerben einsetzen: «Ich setze BirdLife Luzern als meinen Alleinerben meiner gesamten Hinterlassenschaft ein.» «Ich vermache mein gesamtes Vermögen BirdLife Luzern.»
  • BirdLife Luzern mit einem Legat berücksichtigen: «Aus meinem Nachlass sind folgende Vorabvermächtnisse auszurichten: BirdLife Luzern CHF 10’000.» «Meine Eigentumswohnung am Beispielweg in Musterwil vermache ich BirdLife Luzern.»
  • Testamentaktualisierung: Um Konflikte mit früheren Testamenten zu vermeiden (auch briefliche Versprechen fallen darunter), hat sich folgende Formulierung eingebürgert: «Meine bisherigen Verfügungen hebe ich auf.»

Weiterführende Informationen

 

Jahresberichte

Rauchschwalbe © Robert Hangartner

Eine Übersicht über die Aktivitäten von BirdLife Luzern geben die Jahresberichte:

Gerne stehen wir für weitere Auskünfte zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich dafür an den Präsidenten.

Stunde der Wintervögel

Häufig gestellte Fragen

Warum findet die «Stunde der Wintervögel» über mehrere Tage statt? Warum die Beschränkung auf Gärten und Parks? Wie fehleranfällig ist die Aktion? Was können uns die Ergebnisse sagen? Diese und weitere häufig gestellte Fragen finden Sie hier beantwortet.

Stieglitz © Marcel Ruppen

Warum findet die Stunde der Wintervögel an mehreren Tagen statt?
Wir haben ein langes Wochenende von Freitag bis Sonntag gewählt, damit möglichst viele Menschen teilnehmen und sich an einem dieser Tage für eine Stunde der Vogelbeobachtung widmen können.

Wer kann mitmachen?
Alle können mitmachen! Mit Ihrem persönlichen Zählergebnis helfen Sie, mehr über die Situation der heimischen Wintervögel zu erfahren und bekanntes Wissen über Wintervögel zu vertiefen. Es sind keine Vorkenntnisse nötig. Die häufigsten Arten in Garten und Parks haben wir mit Bildern vorgestellt; Sie können sich auch den Teilnahmeflyer herunterladen.
Der Fokus bei dieser «Volkszählung» der Vögel liegt auf der Zentralschweiz. Sie können aber auch anderswo in der Schweiz mitmachen – je mehr, desto besser!

Warum soll ich nur im Garten oder in einem Park zählen?
Die Beschränkung auf den Siedlungsbereich – also Gärten, Parks, Schulhäuser, Friedhöfe, aber auch Innenhöfe oder Balkone – entspricht der Schwesteraktion «Stunde der Gartenvögel» im Mai. Im Mittelpunkt beider Aktionen stehen die häufigeren Vögel rund um Haus und Garten. Damit die Ergebnisse auf Städte und Dörfer als eigene Lebensräume bezogen werden können, heisst das: Bitte wirklich nur dort und nicht im Wald oder in der Feldflur die Vögel zählen.
Der Luftraum zählt übrigens dazu. Ein Vogel muss sich nicht im Garten oder am Futterhäuschen niederlassen, es zählt auch, wenn er vorbei oder darüber fliegt.

Kann ich auch an mehreren Orten zählen?
Dem Engagement sind hier keine Grenzen gesetzt. Wer Zeit und Gelegenheit hat, im Laufe der drei Tage mehrfach zu zählen, kann das gerne tun. Wichtig ist, dass es sich um verschiedene Orte handelt – zum Beispiel zuerst am eigenen Haus, dann im entfernt gelegenen Schrebergarten – und dass jede Beobachtungsstunde getrennt gemeldet wird.

Während meiner Beobachtungsstunde habe ich weniger Vögel gesehen als üblich. Verfälscht das nicht die Ergebnisse?
Jede Zählung ist immer nur eine Momentaufnahme. Je mehr Menschen aber an der «Stunde der Wintervögel» teilnehmen, desto genauer werden die Ergebnisse. Abweichungen und auch einzelne Fehlbestimmungen werden auf diese Weise minimiert.

Was macht BirdLife Luzern mit den Ergebnissen?
Die Ergebnisse werden mehrmals täglich aktualisiert. Meldungen, die uns per E-Mail erreichen, werden zeitnah erfasst. Am Ende folgt eine Auswertung nach Vogelarten, Anzahl Meldungen und Beobachtungsorten.

Was sagt uns die «Stunde der Wintervögel»?
Ziel der Aktion ist es, ein möglichst genaues Bild von der winterlichen Vogelwelt in unseren Städten und Dörfern zu erhalten. Dabei geht es nicht um exakte Bestandszahlen der Vögel, sondern vielmehr darum, Häufigkeiten der Arten zu ermitteln.
Anders als bei der «Stunde der Gartenvögel», bei der es «nur» um die Brutvögel geht, lassen sich im Winter auch Erkenntnisse über Gäste gewinnen, die aus kälteren Regionen zu uns kommen. Zudem wird man über die Jahre sehen können, inwieweit sich Veränderungen im Auftreten ergeben.

Gibt es etwas zu gewinnen?
Mit etwas Glück gewinnen Sie einen attraktiven Preis. Unter den Teilnehmenden verlosen wir 3 Futtersäulen «Apollo», 3 Bestimmungsbücher «Vogels Vogelbuch» und 5 Familien-Eintritte ins Natur-Museum Luzern.

Stunde der Wintervögel

So einfach geht’s: Zählmethode

Die Amsel ist regelmässig in Gärten und Parks zu beobachten © Stefan Wassmer

Wählen Sie im Zählzeitraum der Stunde der Wintervögel einen Tag, an dem Sie eine Stunde lang die Vögel zählen. Sie können die Zählung am Fenster, im Garten, auf dem Balkon oder im Park durchführen. Suchen Sie sich dazu einen Platz, von wo aus Sie gut beobachten können.

Zählen Sie pro Vogelart jeweils die gleichzeitig gesichtete Höchstzahl; das vermeidet Doppelzählungen. Sollten Sie gar keinen Vogel sehen, ist auch diese Meldung wertvoll.

Stunde der Wintervögel

Die häufigsten Arten in Garten und Parks

Hier können Sie den Teilnahmeflyer mit einigen häufigen Wintervögeln für die Stunde der Wintervögel herunterladen.

 

Fotos: Marcel Burkhardt, Michael Gerber, Stefan Wassmer, Peter Rohrbeck

Stunde der Wintervögel

Vögel richtig füttern

Die Kohlmeise kommt gerne ans Futterhaus © Michael Gerber

Die Fütterung von Kleinvögeln wie Kohlmeisen oder Rotkehlchen ist besonders im Winter beliebt. Im Rahmen der Stunde der Wintervögel bieten Futterstellen eine gute Gelegenheit, Vögel aus der Nähe zu beobachten und ermöglichen schöne Naturerlebnisse.

Vögel, die in der Schweiz überwintern, sind an die hiesigen Wetterbedingungen und Temperaturen bestens angepasst. Rein von der Biologie her brauchen sie kein zusätzliches Futter. Allerdings machen Beobachtungen an der Futterstelle grosse Freude und die Nähe zu den Vögeln wird erlebbar. Massvolles füttern mit den Vögeln angepasstem Futter schadet ihnen nicht. Beachten Sie u.a. folgende Punkte:

  • Füttern Sie v.a. bei Dauerfrost, Eisregen oder einer geschlossenen Schneedecke.
  • Wählen Sie für die Körnerfresser – Meisen, Kleiber, Finken und Sperlinge – eine Mischung, die v.a. Sonnenblumenkernen und Hanfsamen enthält. Die Getreidekörner werden fast nur von Tauben und Sperlingen gefressen und müssen daher in der Mischung nicht enthalten sein, da sie liegen bleiben.
  • Insektenfresser – Amsel, Rotkehlchen und Star – mögen Haferflocken, zerhackte Baum- und Haselnüsse, Rosinen und Obst, das auch etwas angefault sein darf.
  • Bieten Sie das Futter an einer Futterstelle an, bei der sich die Vögel nicht hineinsetzen und ins Futter koten können. Damit verhindern Sie, dass Krankheiten einfach übertragen und verschleppt werden. Das Futter muss zudem trocken bleiben.

Weitere Informationen finden Sie auf dem Merkblatt von BirdLife Schweiz und der Vogelwarte Sempach.