Hecken für Neuntöter & Co.

Neuntöter © Stefan Wassmer

Der Neuntöter gilt als «Wappenvogel» für dornenreiche und damit besonders vielfältige Hecken und wird in der «Roten Liste der Brutvögel» als potenziell gefährdet eingestuft. Mit seinem einzigartigen Verhalten – er spiesst gefangene Insekten auf Dornen auf – sowie der augenfälligen Zeichnung des Männchens geniesst der Neuntöter besonderes Augenmerk.

Die von ihm ebenfalls bevorzugten kleineren Gebüschgruppen, teils sogar Einzelsträucher von Wildrosen oder Schwarzdorn, die mit Brombeeren überwachsen sind, geniessen in der Kulturlandschaft kaum Sympathie. Sie werden als Unordnung und Konkurrenz ums Kulturland gesehen. Mit den landwirtschaftlichen Förderinstrumenten (Vernetzungsprojekte, Direktzahlungen, Bio­diversitätsförderflächen) werden die beim Neuntöter beliebten, dornenreichen, kleinen Gebüschgruppen kaum gefördert. Mit der aktuellen Umsetzung der Heckenschutzverordnung im Kanton Luzern gelten Heckengruppen unter 30 Quadratmeter nicht als zu schützende Hecken.

Ziele

  • Von 2022 bis 2026 sollen mindestens 2500 Meter neue arten- und dornenreiche Hecken und Gebüschgruppen im Kanton Luzern geschaffen werden.
  • Jährlich wird mindestens eine Hecke zusammen mit einer Schulklasse neu gepflanzt.
  • Landwirte, Bäuerinnen sowie weitere Interessierte werden über die Bedürfnisse der Heckenbewohner informiert.
  • Die Neuntöterbrutpaare im Kanton Luzern werden kartiert. Damit wird eine Basis für spezifische Fördermassnahmen geschaffen.

Umsetzung

Kennen Sie Landwirte oder Bäuerinnen, die an einer Heckenförderung interessiert wären? Melden Sie sich bei der Geschäftsstelle – wir sind froh um solche Hinweise, denn jeder Meter zählt!

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